Silk 'n dust 'n roads to roll

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30. Juli: Posen - Harz

Es ist die Abschlussetappe der Tour, und je näher wir nach Hause kommen, um so stiller werden wir trotz Helmfunk. Unsere Ankunft ist sehr emotional - kein Wunder bei einem persönlichen Empfang unserer Lieben an der gleichen Stelle, wo die Tour vor 121 Tagen begonnen hatte. Trotz Freude und Erleichterung wollen aber 4 Monate und knapp 27.000 km verarbeitet werden - wirklich Ankommen ist nach unserer Tour viel schwerer als gedacht...


29. Juli: Kaunas - Posen

Die längste Etappe der Tour: 730 km bei über 30°C. Es muss aber sein...

Brutpflege im Storchennest in Litauen...

... und Kartenpflege beim Tanken irgendwo mittags in Polen. Abends sind wir völlig verschwitzt in Posen, nicht so weit entfernt von der deutschen Grenze...


28. Juli: Velikije Luki - Kaunas

Die Einreise in die EU dauerte viel zu lange: die Russen brauchten 30 Minuten für die Ausreise, Lettland ließ uns aber 3 Stunden in der Mittagssonne schmoren. Das ist Negativrekord der ganzen Reise und für ein Land der EU völlig inakzeptabel!

Nichts los - aber warten und warten und warten...


27. Juli: Moskau - Velikije Luki

Der Hochsommer kommt zurück: bei fast 30° fahren wir später am Tag in Richtung Westen. Die Hinweise, bald wieder in der EU zu sein, sind dabei unübersehbar. Eine letzte Nacht in Russland bleiben wir in Velikije Luki.

Morgens in Moskau sieht die Karte noch so aus, doch später fahren wir den 25.000sten Kilometer unserer FarAwayTour - und der Kreis schließt sich langsam!


26. Juli: Moskau

Wir umrunden einmal den Kreml und können bei schönem Wetter unsere Fotos machen.

Tja, das war Moskau! Interessant, modern, quirlig und teuer. Morgen beginnen für uns die letzten Etappen in Richtung Heimat - am Mittwoch wollen wir es geschafft haben: dann werden wir genau 4 Monate unterwegs gewesen sein...


25. Juli: Moskau

Resümee des ersten Tages: die Metro in der 10-Millionen-Stadt funktioniert großartig und hat beeindruckende Stationen - keine gleicht einer anderen! Der Rote Platz ist nicht so riesig, wie ich immer dachte. Dafür sind die Preise im Zentrum höher als gedacht - wenn das Lenin wüsste! Fazit: Moskau ist sehr interessant, aber Moskau ist nicht Russland.  Diese Stadt ist ein eigener “Kosmos“...

Fortsetzung folgt morgen, hoffentlich bei besserem Wetter!


24. Juli: Suzdal - Moskau

Morgens noch Ruhe und friedliches Wecken durch zartes Klopfen am Fenster. Später Hektik auf der moskauer Stadtautobahn und einsetzender Regen. Nass kommen wir im Hotel in Khovrino an. Aber wir haben eine gute Unterkunft für die Stadt: die U-Bahn-Station liegt nicht weit entfernt!


23. Juli: Suzdal

Wir gönnen uns einen Ruhetag in Suzdal...


22. Juli: Nishni Novgorod - Suzdal

Start bei kühlen 13°C und grauem Himmel, später am Tag wurde es aber noch ein richtig schöner Sommertag!

Kurz vor Ivanovo - eine der Kirchen, die den Sozialismus der UdSSR nicht heile überstanden haben. Ganz anders Suzdal - heute ein attraktiver Tourismusmagnet im sogenannten “Goldenen Ring“ nordöstlich von Moskau.


21. Juli: Kazan - Nishni Novgorod

Wieder eine Etappe durch Russland. Wieder Gegenwind. Wieder Regen. Wieder langweilige Fernstraße, doch dann taucht zum ersten mal ein neuer Stadtname auf, der uns fasziniert...

Zunächst noch trocken, aber später wieder Regen!


20. Juli: Izhevsk - Kazan

400 km bis Kazan - morgens noch windstill, später wieder heftiger Wind. Die M7 ist inzwischen eine vierspurige und stark befahrene Autobahn geworden. Wir kommen zwar zügig voran, landschaftlich schön ist die Fernstraße aber ganz und gar nicht! So bleiben wir über Nacht in einem Motel direkt neben der Straße und fahren morgen früh weiter - was bleibt uns auf der Magistrale auch anderes übrig...?!

... der Kofferträger hält, und die beiden vorderen Gepäcktaschen werden nicht mehr benötigt.


19. Juli: Ruhetag

Wir mussten den Träger nach nur einem Tag selbst reparieren. Das viele Schweißen hat wohl das Material zu spröde gemacht. Ein neuer Träger wartet bereits zu Hause. Bis dahin muss (und wird) es so gehen!


18. Juli: Perm - Izhevsk

Wir sind von Perm aus am südlichen Ufer der Kama entlang gefahren: wenig Verkehr, guter Belag, schöne Landschaft. Erst nach Chaikowskji wurde es auf der Straße wieder etwas lebhafter, aber da war das Tagesziel schon so gut wie erreicht.

Elmo wird erst daheim gewaschen, die Kombi aber ist mal wieder fällig...


17. Juli: Lesnaya - Perm

Wir sind wieder in Europa! Die  Aus- und Einreise verlief natürlich problemlos und ohne Kontrolle. Ganz anders war es bis 1988 im Gulag Lager Perm-36. Heute ist es ein sehr beeindruckendes Museum. Gut, dass es solche historischen Orte auch in Russland gibt!


16. Juli: Lesnaya

Wir legen einen Ruhetag in Lesnaya ein, um nicht durch Regen fahren zu müssen. Bei der Gelegenheit wird auch der Gepäckträger wieder einmal geschweißt. Allmählich nervt diese “Sollbruchstelle“...

Das Schweißgerät hätte einen Ehrenplatz im Museum von Irbit verdient: Elektrodenklemme, Masse-Anschluss (der Kabelbinder war meine Idee!) und die mehrfach geflickte Starkstromleitung sind durchaus sehenswert, aber letztlich zählt das Resultat!


14. und 15. Juli: Tobolsk - Tjumen - Irbit - Lesnaya

Es bleibt sommerlich heiß in Sibirien. Selbst das Fahren auf dem Motorrad macht auf die Dauer so keinen richtigen Spaß mehr. Ein Zwischenstop in Irbit im Ural-Museum bringt in der kühlen Halle etwas Erfrischung...

Auch unsere Motorräder erregten trotz der Verschmutzung das Interesse, und das Personal des Museums machte eifrig Fotos. Als Anerkennung für unsere Tour und den Besuch bekamen wir das Ural-Firmenlogo in Metall - ein schönes Souvenir!


13. Juli: Krutinka - Tobolsk

Der sibirische Sommer heizt ein: heute 34°C! In ein paar Monaten ist es vielleicht 80° kälter...

Am Nachmittag sind wir in Tobolsk, bekannt für den schönen Kreml.

Mittags Okroshka (für das Rezept bitte Bild anklicken): kalte Suppe mit Kwaß - perfekt für die heißen Tage!


11. und 12. Juli: Tomsk - 1071 Kafe Gostiniza - Krutinka

Wir überqueren den Ob bei Tomsk, fahren an Novosibirsk vorbei und übernachten nach 671 km in einem Truckstopp. Der nächste Tag wird ähnlich “abwechslungsreich“: es geht an Omsk vorbei, wir ziehen Geld aus einem ATM in einem winzigen Dorf, werden dabei wie Außerirdische bestaunt und landen abends wieder in einem Truckstopp - aber diesmal in einem richtig Guten: Krutinka - sehr zu empfehlen!

Sibirien wird feuchter: die Magistrale zieht sich durch riesige Sumpfgebiete, wo es ein merkwürdiges Baumsterben besonders von Birken gibt.


9. und 10. Juli: Tayshet - Krasnoyarsk - Tomsk

Wir brummen bei meist trockenem und warmen Wetter voran und “machen Kilometer“! Nach einer angenehmen Übernachtung in Krasnojarsk sind wir heute 640 km bis Tomsk gefahren.


8. Juli: Shamanayeva - Tayshet

Wir fahren westwärts durch Sibirien und sind nach 540 km in Tayshet bei Igor Shalygin im Biker Homestay. Banya, Abendessen und ausruhen. Morgen fahren wir weiter und lassen das letzte Woche noch überflutete Gebiet endlich hinter uns. Man befürchtet weitere Regenfälle...

Hinten im Garten wartet die angeheizte Banja auf uns...


6. und 7. Juli: Süchbaraal - Shamanayeva

Wir sind wieder in Russland und blieben nördlich von Ulan-Ude in einem Motel kurz vor dem Baikalsee. Die Temperaturen stiegen bis 34°C. Am nächsten Morgen drehte der Wind auf Nord und blies über den kalten See: 13°C war es an seinem Ufer. Später wurde es in der Sonne zum Glück wieder deutlich wärmer.


5. Juli: Ulan Baatar - Süchbaatal

Nach einem herzlichen Abschied von einigen anderen Bikern, die wir in den vergangenen Wochen immer wieder getroffen hatten, fahren wir nach Norden Richtung Russland und erreichen am Nachmittag in Süchbaatal.

Auch wenn wir unmittelbar vor dem Tagesziel Süchbaatal kurze Zeit durch einen Nadelwald fahren und dort den Geruch von Baumharz wahrnehmen, so läuft die gesamte Etappe tagsüber doch nur durch trockene Steppe. Es wird Zeit, dass wir morgen früh nach Russland einreisen...


3. und 4. Juli: Ulan Baatar

Die River Point Lodge in Ulan Baatar ist für mongolische Verhältnisse keine preiswerte Unterkunft, aber in den bequemen Gers schlafen wir sehr gut, in der Werkstatt werden die Motorräder mit einem weiteren Ölwechsel sowie Öl- und Luftfilterwechsel für die Weiterfahrt fit gemacht, und das Restaurant bietet Leckereien wie Wiener Schnitzel, Käsekreiner oder Burger...

Ein 1a-Souvenir: kleiner Glitzerstein aus dem Luftfilter!

Passend dazu kam das Päckchen aus Dushanbe tatsächlich noch rechtzeitig an! Klaus konnte den original Kettenschleifer auf der Hinterradstrebe einbauen - auch wenn die bisherige Reparatur bis zu Hause gehalten hätte.


2. Juli: Charchorin - Ulan Baatar

Eine weitere Etappe durch die endlose und irgendwann langweilige mongolische Landschaft: stundenlang geradeaus, Fernsicht pur, aber ausschließlich welliges Hügelland. Dann kommt Ulan Bataar - und das Hügelland war doch gar nicht schlecht... Im Feierabendverkehr geht es langsam und stockend quer durch die Millionenstadt. Am anderen Ende liegt die River Point Lodge...

Straßendörfer wie im “Wilden Westen“...


1. Juli: Charchorin

Wir sind heute genau ein Vierteljahr unterwegs - ein besonderer Tag mit vielen Gedanken. Dazu passt auch der Besuch des buddhistischen Klosters Erdene Zuu.


30. Juni: Tariat - Charchorin (Karakorum)

Morgens sah es nach Regen aus, aber wir fuhren ständig haarscharf im Trockenen daran vorbei. Nach Tsetserleg änderte es sich: zuerst nur Regen, dann Gewitter mit Hagel, Autos mit Warnblinker, manche blieben einfach am Straßenrand stehen. Wir fuhren aber langsam weiter, hatten dann das Gewitter passiert und dachten, wir kämen nun gut bis Charchorin...

Unmittelbar vor dem Ziel erreichen wir klatschnass bei Hagel und Gewitter eine Tankstelle und können uns dort unterstellen. In kürzester Zeit liegen 5 cm Hagel auf der Straße. Selbst schwere LKW bleiben stehen und warten ab...

300 m weiter finden wir nach vorsichtiger Fahrt ein Hotel. Bald stehen die Motorräder dort in der Garage, und nach einer Stunde scheint wieder die Sonne. Und das Beste: unser eigentliches Ziel in Charchorin, das buddhistische Kloster Erdene Zuu ist nur einen Kilometer entfernt - man sieht die Mauern hinten rechts!


29. Juni: Uliastai - Tariat

Morgens funktionierte erst der dritte Geldautomat. Weit gefehlt, wenn das ein Problem sein sollte! Die nächsten 70 km waren die schlimmste Straße der gesamten Tour, und zum Schluss kam noch eine Flussduchquerung neben einer zu tiefen Furt. Dann aber wurde es toll: 100 Geier neben einem Pferdekadaver und abends ein Ger-Camp mit Sonnenuntergang vom Feinsten...

Unerwartete Hilfe bei der Durchquerung - links ist die offizielle Furt, die aber für uns zu tief war. Alle Fahrzeuge, auch beladene LKW, fahren seit Monaten hier durch, und entsprechend tief ist die Furt inzwischen geworden.


28. Juni: Altai - Uliastai

Ein harter Arbeitstag mit viel Staub, Gerumpel, aber gänzlich ohne Teer. Irgendwann sind aber auch 210 km Schotter geschafft, und es bleibt die Gewissheit, heute haben wir die wirkliche Mongolei kennen gelernt!


27. Juni: Khovd - Altai

Die nächsten 450 km sind ausgezeichnet geteert! Nur an einer Brückenbaustelle hatten wir ein paar hundert Meter Schotter mit einer kleinen Furt. Hier in Altai beginnt für uns morgen die sogenannte “Mittelroute“.

Ist das nicht ein wunderbares Foto:

... darauf erst mal einen Kaffee - aber das ist nur im Windschutz neben der Straße möglich! Der Wind ist in der baumlosen Hochebene wirklich heftig!

Kurz vor Altai eine weitere Stupa mit meist blauen Tüchern - angebunden mit Wünschen für Gesundheit und gute Heimkehr...


25. und 26. Juni: Ölgii - Khovd

Wir fahren von Ölgii auf neuer Teerstraße nach Khovd. Unterwegs sind noch ein paar Kilometer Baustelle, wo die Straße aktuell gebaut wird. Oben auf dem Paß sind es auf etwa 2400 m gerade mal 8°C, später wird es aber weiter unten in der Sonne wieder wärmer. Wir bleiben in Khovd in einem einfachen Hotel, aber wir haben keine Auswahl, denn wirandere Hotels sind ausgebucht!

Heute Morgen regnet es stark - wir bleiben in Khovd und nutzen den Tag für kleine Reparaturen und Wartungsarbeiten. Morgen soll das Wetter wieder besser sein!


23. und 24. Juni: Barnaul -Altai -Ölgii

Wir sind in zwei langen aber schönen Reisetagen durch den Altai bis hinein in die Mongolei gefahren. Regen, Sonne, Wind - alles war dabei. Aber besonders gut war: die Straße hatte super Teerbelag!


22. Juni: Barnaul

Die BMW bekam in 3 Stunden neue Simmerringe an der Vorderradgabel. Viktor im “Baikchauss 22“ wusste, was er tat: wirklich jeder Handgriff saß!

... und morgen früh geht es damit weiter Richtung Mongolei!


21. Juni: Semey - Barnaul (RUS)

Wir sind nach über 450km auf besten Straßen in Barnaul angekommen. Der Grenzübertritt dauerte eine Stunde.

Unterwegs merkte ich, dass am rechten Standrohr der Vorderradgabel Öl austritt: wir müssen daher die Simmerringe austauschen lassen - Ersatz ist aber dabei! Die Reparatur könnte mit etwas Glück gleich morgen am Samstag gemacht werden. Daumen drücken!


16. - 20. Juni: Semey (Semipalatinsk)

Denkmal für die Gefallenen des Afghanistan-Krieges aus Semey...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Denkmal für die Opfer der Nukleartests in Kasachstan.

Kein Denkmal, sondern real existierender Brückenzustand in Semey...

Nach fast jedem Zug wird die vordere Bogenbrücke von zwei Inspektoren begangen, um den Zustand für den weiteren Bahnverkehr zu prüfen. Die hintere Überquerung des Irtysch ist eine moderne(re) Autobahnbrücke.

Diese wirklich stark befahrene Brücke ist auch schon etwas in die Jahre gekommen: durch manche Bodenlöcher kann man bis zum Irtysch blicken - und das sind ganz gewiss keine Kontrollschächte...

Wir bleiben ein paar Tage hier in einem bequemen Hotel mit gutem Restaurant, um die Zeit bis zur Einreise nach Russland zu überbrücken. Kleine Reparaturen, große Wäsche und ein paar Einkäufe.

Hinter dem Tor stehen die Motorräder.

... weitere Impressionen aus dieser Stadt:

Der Hausmeister des Hotel Europa schaufelt Steinkohle - so wird hier nämlich noch die Warmwasserversorgung des eigentlich modernen Hauses betrieben. Hinter den Fassaden sieht es eben manchmal doch noch etwas anders aus, als zunächst vermutet...


15. Juni: Ayagöz - Semey

In der Nacht Gewitter, morgens immer noch schwül-warm - so ging es weiter. Die erste Hälfte unserer 340 km war wie in den letzten Tagen: Schlaglöcher, Bodenwellen und immer wieder Schotter. Erst später fuhren wir auf bestem Teer und konnten dabei ab und zu die Landschaft beobachten, ohne Gefahr gleich in ein tiefes Schlagloch zu krachen.


14. Juni: Kabanby - Ayagöz

Bei Sonne und herrlichen 26°C sieht Kasachstan gleich ganz anders aus! Wir sind inzwischen wieder ein Stückchen weiter nach Norden gekommen, vorbei am Alaköl Naturreservat, einem riesigen, wohl flachen  See, der an vielen Stellen mit endlosen Schilfbeständen langsam zuwächst. Hier fühlen sich nicht nur Reiher, Pelikane und Fischadler wohl, auch Kühe genießen ein kühlendes Hufbad...


13. Juni: Taldyqorghan - Kabanby

Nur 240 Kilometer - aber 6 harte Stunden, meist bei Regen. Die wichtigste Nord-Süd-Fernstraße im Osten Kasachstans ist völlig marode. Es wird zwar an einer neuen Straße gebaut, aber das nützt uns noch nichts...


11. und 12. Juni: Taldyqorghan

Wir bleiben zwei Tage in dieser größeren kasachischen Stadt, um viele Dinge am Motorrad, im Basar und auch im Internet zu organisieren, was bestimmt so in der endlosen Steppe des riesigen Landes nicht möglich wäre.

Kopftücher haben wir uns nicht gekauft, wohl aber ein Paar dünne und bequeme Baumwollsocken “Made in Uzbekistan“...


10. Juni: Shonzhy - Taldyqorghan

Morgens fahren wir auf einer überraschend guten und nagelneuen Betonautobahn nach Norden, die noch auf keiner Karte verzeichnet ist - sie geht weiter bis zur chinesischen Grenze. Alle Abfahrten sind beleuchtet, die Ausschilderung ist mehr als üppig. Hat etwa China diese “neue Seitenstraße“ bezahlt?

Weiter geht's durch den Altyn-Emel N.P. (zwischendurch mit Gewitter!) und anschließend ebenfalls auf vierspuriger Autobahn Richtung Norden nach Taldyqorghan. Hier treffen wir Jürgen in einem Hostel wieder und gehen abends typisch kasachisch essen.

Ich trage mein treues Motorrad “Elmo“ auf Händen...

Kasachische Schlachteplatte - wir haben alle Fleisorten, meist Pferdefleisch, aber auch Rind und Hammel, durchgekostet. Besonders “interessant“ war Qarta (zum Rezept bitte Bild anklicken!), mit Fleisch und Fett gefüllter Pferdemastdarm. Passend zu den einzigartigen Leckereien von den endlosen Weiden Kasachstans gab es einen tüchtigen Regenguss... und zwei Schnäpse!


9. Juni: Tosor - Shonzhy

Wir sind wieder in Kasachstan. Der kleine Grenzübergang war nur über eine lange Schotterpiste erreichbar, aber die Fahrt war ok! Am Sharyn-Canyon gab es erst Regentropfen, dann etwas Sonne. In Shonzhy erst Bier und Schaschlik, dann Regen -  ist besser so... !


8. Juni: Tosor

Ein letzter Tag in Tosor und in Kirgistan.


7. Juni: Tosor

Wir genießen die Ruhe im Yurtencamp und die gute Luft am See - der nach dem Titicaca übrigens der zweitgrößte Bergsee der Welt ist!


6. Juni: Bishkek - Tosor

Auf der Weiterfahrt kommen wir durch Rot Front (Bergtal), einem Dorf, in dem noch eine deutschsprachige Minderheit lebt und anschließend zum Turm von Burana, einer mittelalterlichen Siedlung mit kleinem Museum. Von hier beginnt eine Wettfahrt mit dem Regen, die wir schließlich verlieren. Oben am Yssyk Kul scheint später wieder die Sonne.

Dann eine Polizeikontrolle: wir seien vor 10 Kilometern in einer Ortschaft mit 40 km/h Zone zu schnell gefahren. Ein “Protokoll“ sei fällig, und wir sollen die Führerscheine zeigen. Ein Beweisfoto gibt es nicht - wie auch, denn wir waren nicht zu schnell. So mache ich doch mal ein Foto vom Kennzeichen des Dienstfahrzeuges, und jetzt kommt die Geschichte in Fahrt: Fotografieren von Dienstfahrzeugen sei verboten, heißt es. Das Foto sei doch für die deutsche Botschaft in Bishkek, sage ich. Auch zentralasiatische Polizisten können große Auge machen. Es wird telefoniert, dann kommt ein Vorschlag: wenn ich das Foto löschen würde, könnten wir weiterfahren...

Das Kreuz oben im Yurtendach ist übrigens so bedeutsam, dass es sogar in der kirgisischen Fahne vorkommt:


5. Juni: Bishkek

Ein schöner Ruhetag, an dem wir Geld vom ATM abheben, eine neue Isomatte für Klaus kaufen, zum ersten Mal Kwaß trinken und abends im Brauhaus Schweinshaxe essen.


4. Juni: Toktogul - Bishkek

Nur knapp 300 km, aber interessant: sehr guter Teer, viele Kurven, ordentliche Steigungen, ein schmaler aber beleuchteter Tunnel (2,5 km), gleich danach heftiger Regen und zum Schluss nerviger Großstadtverkehr in Bishkek. Oben in den Bergen hatten wir auf 3400 m gerade 4° C aber unten in Bishkek schließlich 32° C. Das Wetter war heute nicht so gut für schöne Fotos...


3. Juni: Osh - Toktogul

Es geht früher als geplant Richtung Bishkek. Die Offroadpassagen im Landesinneren sind von den Regentagen vielleicht zu schwer zu fahren, und Jürgen braucht neue Bremsbeläge, die er in Almaty zu bekommen hofft. Nach einem tüchtigen Regenguss sind wir am frühen Abend am Ziel.

Im Hotel in Toktogul gibt es abends eine sehr leckere Lachsforelle!


2. Juni: Osh

Morgens regnete es noch stark. Wir hatten aber ohnehin vor, einen weiteren Tag hier zu bleiben. Jürgen wollte die Hinterradbremse seiner Triumph wieder einsatzbereit machen. Die “neuen“ Bremsbeläge mussten ein wenig nachgearbeitet werden...


1. Juni: Osh

Heute war Pflege und Wartung an den Motorrädern angesagt. Unsere Motorräder haben es auch nach dem Pamir wirklich verdient!

Bei Jürgens Triumph kam ein neuer Hinterreifen drauf und der Luftfilter wurde mit Pressluft gereinigt, bei Klaus Africa Twin wurde der Kettengleitschutz erneuert, und bei meiner GS die Gummimanschette abgedichtet und der Kofferträger zum zweiten mal geschweißt.


31. Mai: Sary Tash - Osh

Morgens bleibt uns der Atem weg: nicht wegen der Höhe, sondern wegen des phantastischen Blickes. Nach dem Frühstück brummen wir auf gutem Teer die 200 Kilometer bis nach Osh.

Almauftrieb auf die Sommerweide.


30. Mai: Murghab - Sary Tash

Wir fahren über den höchsten Pass der ganzen Tour: der Ak Baital mit 4655 m Höhe. Danach geht es am Karakul See vorbei, der noch zugefroren ist. Die grasenden Yaks stört das nicht. Über den anspruchsvollen Kysil Art Pass kommen wir nach Kirgistan und bleiben eine Nacht in Sary Tash.

Der Zaun rechts ist nicht die chinesische Grenze, wohl aber der Beginn des Sperrbezirkes. Eines der nutzlosesten, hunderte  Kilometer langen  Bauwerke der Menschheit: in dieser abgelegenen Gegend kommt niemand auf die Idee, illegal nach China zu gehen, und der Zaun ist zudem an unendlichen Stellen defekt.


29. Mai: Alichur - Murghab

Alichur ist die höchstgelegene Siedlung Tadschikistans. Hier kam es auf 3800m Höhe im letzten Winter zu drei Todesfällen wegen Wolfsangriffen.


28. Mai: Vrang - Alichur

Um aus dem Wakhan nach Norden heraus zu kommen, müssen wir über Khargush und unseren ersten 4000er-Pass. Ebenfalls auf dem Weg sind zahllose Vieherden zur Sommeralm.

Oft bleibt uns der Atem weg: wegen der phantastischen Ausblicke aber auch wegen der Höhe von knapp unter 4000 m!

Und dann, nach 700 km Gerumpel: Teer! Wir haben den Pamir-Highway M41 erreicht. Endlich!!!


27. Mai: Khorog -Vrang

Ein Erholungsurlaub sieht anders aus: Motorradfahren im Wakhan ist eben anders. Schotter, Sand und Geröll haben mit Wellness nicht viel gemein - und doch sind wir abends glücklich, besonders Jürgen: er hat heute Geburtstag!


26. Mai: Kalaikumb - Khorog

Es war ein knallharter 8-Stundentag: Abreise 9:30 Uhr, ein paar Fotostopps, kein Mittagessen, 240km total, davon über 200km Schotter. Um 18 Uhr sind wir in der Pamir Lodge in Khorog. Das Panj-Tal ist wunderschön, den ganzen Tag fahren wir entlang der afghanischen Grenze, stets bei angenehmen Temperaturen von knapp über 20°C.


25. Mai: Kalaikumb

Morgensonne beleuchtet die Berghänge. Das Wetter ist viel besser geworden. Roma, unser Hostelchef, lädt uns am späten Vormittag zu einem Ausflug ein: wir könnten das Wochenend-Anwesen des Präsidenten anschauen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen!

Die Anlage liegt etwa 10km südlich von Kalaikumb. Roma geht als Erster durch das schwere Eisentor. Sein Freund ist dort Chefaufseher. No problem, Mister! Wir dürfen tatsächlich alles ansehen - allein und ohne Begleitung: Gartenzwerge, Drahthirsche, eine rote, britische Telefonzelle, ein großes Piratenschiff am Wildbach, LED-Schleifen um Bäume. LED-Bänder an den Fensterrahmen des Gästehauses, Riesen-Barbecue am präsidialen Tagungssaal, Mini-Basketballfeld direkt daneben... Wer bitte kann ein solches Sammelsurium von Kitsch und Quatsch entworfen haben? Präsidiale Würde sieht definitiv anders aus...


24. Mai: Kalaikumb

Es regnet, und wir bleiben heute hier. Die Landschaft ist beeindruckend, und wir müssen einfach bei besserem Wetter weiterfahren, um gute Fotos und Filmaufnahmen machen zu können.

Morgens helfen wir noch ein bisschen beim Autoknacken: ein anderer Hotelgast hatte den Schlüssel im Pajero liegen gelassen und die verriegelte Tür zugeschlagen. Ein Biker aus Slowenien kennt sich aus: Beifahrertür oben anhebeln, Drahtkleiderbügel aufbiegen und mit einem Haken versehen, etwas stochern, und dann macht es klack. Alle Zuschauer klatschen!

Es wird ein verregneter Tag. Wir nutzen ihn so gut es geht...


23. Mai : Dushanbe - Kalaikumb

Heute geht ist wirklich in den Pamir! Tagsüber beginnt es zwar zu regnen, der Pass hinüber zum Panj-Tal ist aber auf östlicher Seite bis fast zum Ziel perfekt zweispurig ausgebaut. Als wir den Kontrollpunkt zum GBAO Gorno Badakshan erreicht haben, explodieren neben uns zwei, drei Landminen - auch die jungen Soldaten sind offensichtlich etwas irritiert...

Das Panj-Tal ist abenteuerlich: wir fahren zügig auf der neuen Straße dahin, während einsame Dörfer auf afghanischer Seite nur mit einem in den Fels gehackten Pfad verbunden sind. Fotostopps und ein Polizeiposten verzögern unsere Fahrt, und dann hört der Teer auch noch 40 km vor dem Ziel urplötzlich auf. Schotter mit faustgroßen Steinen beginnt, mit Schmelzwasser prallvolle Furten, und allmählich wird es dunkel! Um 20 Uhr erreichen wir unser Ziel...


22. Mai: Dushanbe

Wir versuchen, bei DHL den Status unseres Ersatzteilpäckchens in Erfahrung zu bringen. Die Enttäuschung ist riesig, als wir hören, dass DHL sich nicht um die Auslieferung kümmert, sondern die reguläre tadschikische Post - und die arbeitet deutlich langsamer.

Dafür kümmert sich Aziz Rabiev im Bikehouse intensiv um unsere Motorräder: Reifen- und Ölwechsel, Radlager am Hinterrad der Africa Twin, Gummibalg am Kardan der GS.

Das Yellow Hostel (vormals Yethi Hostel) war eine gute Unterkunft in Dushanbe. Der Wirt ist ein sehr guter Koch. Zusammen waren wir im Basar einkaufen.


21. Mai: Iskander Kul - Dushanbe

Morgens fahren wir im Sonnenschein am See los und sind eine Stunde später auf der Hautstraße hinauf zum Anzob-Tunnel. Die Durchfahrt ist schlimm. Auch wenn die Fahrbahn inzwischen geteert ist, so fehlen Deckenbeleuchtung, Seitenreflektoren und besonders eine Absauganlage für die Luft. Im Tunnel ist es stockdunkel und die Luft so schlecht, dass wir durch einen “Nebel“ aus Abgasen, Staub und Dreck fahren. Wir müssen langsam fahren, aber LKW überholen uns hemmungslos und blasen dabei ihre Abgase heraus... Unsere Augen tränen und wir müssen ständig blinzeln, aber wir können nicht mit geschlossenem Visier fahren, denn das ist zu dreckig! Nach dem Tunnel müssen wir im Sonnenschein lachen: unsere Gesichter sind schwarz und dreckverschmiert - und wir haben es geschafft!

... zunächst aber die beeindruckende Auffahrt zum Tunnelportal:


20. Mai: Panjakent - Iskander Kul

Auf toller Straße geht es in die Berge. Wir tanken in Aini 95er-Sprit , und dann fahren wir auf einer interessanten Piste hinauf zum türkisfarbenen Iskander Kul. Wir übernachten in einem Häuschen auf dem dortigen Campingplatz.


19. Mai: Samarkand - Pandjakent

Wir überqueren die Grenze zu Tadschikistan und kommen in ein gefühlt noch asiatischeres Land. Wir erleben wieder freundliche und hilfsbereite Menschen, einen geschäftigen Markttag und sehen endlich wieder hohe Berge. Ganz allmählich kündigt sich der Pamir an...

Selbstversorgung, wie sie bei uns undenkbar wäre: direkt neben der Hauptstraße grast vor einem Wohnblock ein angebundenes Kalb auf der Grünfläche.


18. Mai: Samarkand

Es gibt wieder ein Gewitter und ebenfalls einen Stromausfall. Das Licht geht zwar nach einer Stunde wieder an, aber wir gehen bei leichtem Regen zum Essen. Als wir schon dachten, es würde gar nicht mehr aufhören, kommen wir doch trocken zum Registan. Und genau als wir filmen und fotografieren wollten, wird die Beleuchtung ausgeschaltet - aber nur, um mit einer tollen Lasershow zu beginnen. Wir haben wirklich unglaubliches Glück!

Nach der Show erstrahlt der Registan bis 22 Uhr wieder in der normalen Beleuchtung.


1001 Nacht: Samarkand

Wir sind heute Abend noch einmal zum Registan gegangen. Um kurz nach 20 Uhr wurde die Beleuchtung eingeschaltet. Es war phantastisch!

Als wir schon wieder auf dem Rückweg zum Hotel sind, machen wir an einem verschlossenen Seitentor einen letzten Fotostop. Da kommt Mukhtar, ein bewaffneter, uniformierter Touristenpolizist. Freundliches Händeschütteln. Woher? Wohin? Germania! Motorcycles... Aah! Ooh!

Gegen eine einmalige und inoffizielle Zusatzgebühr ohne Quittung könnten wir noch auf einen Seitenturm klettern. Aber gerne doch!!!

... und dann noch fast Vollmond - dieser Abend ist unvergesslich!


17. Mai: Samarkand

Wir besichtigen den Registan, eine ehemalige Koranschule, und sind begeistert über die Ausmaße und die Schönheit der Bauwerke. Die vielen kleinen Verkaufsstände in den Innenräumen mögen störend wirken, aber sie verleihen dem heutigen Museum eine emsige Atmosphäre - eben Handel an der Seidenstraße!

In den Innenräumen wird 1001 Nacht Wirklichkeit...


16. Mai: Samarkand

Wir fahren tagelang durch die kasachische und usbekische Halbwüste und schwitzen, was das Zeug hält - aber heute fallen die Temperaturen um 10°C und am Nachmittag blitzt und donnert es, und es fällt etwas Regen. Dann haben wir etwa 5 Stunden lang Stromausfall, aber überall in der Stadt brummen die Aggregate.

Die Pinnwand im Bahodir zeigt wundervolle Erinnerungen von Weltreisenden aus aller “Herren“ Länder...


15. Mai: Buchara - Samarkand

Die Karawane zieht weiter: wieder bei hohen Temperaturen fahren wir die 270 Kilometer nach Samarkand. Am Horizont tauchen endlich wieder hohe Berge auf, und am Abend spüren wir in unserer dritten Stadt an der usbekischen Seidenstraße die 700 Höhenmeter: es wird nach vielen Reisetagen endlich wieder einmal angenehm kühl.


14. Mai: Buchara

Wir gehen nochmals durch die Altstadt und schauen uns das wundervolle Minorai Kalon an. Jugenderinnerungen an einen Diavortrag im Moorbad Pretzsch vor etwa 50 Jahren werden wach, unfassbar: der Kreis schließt sich, und ich bin jetzt selbst hier!

Die Früchte des Maulbeerbaumes sind gerade reif: weiche, weiße Früchte mit kleinen Kügelchen wie langgezogene Himbeeren. Ich esse sie zum ersten mal in meinem Leben, und sie schmecken gut! Die Blätter überlasse ich den Seidenraupen...


13. Mai: Buchara

Wir reparieren und warten die Motorräder nach dem leckeren Frühstück so gut es geht. Die Weiterfahrt nach Dushanbe ist auf jeden Fall möglich. Dort werden die Motorräder endgültig für den Pamir vorbereitet.

Am Nachmittag bummeln wir durch die Altstadt von Buchara. Unser Hotel Rumi liegt dafür sehr zentral!


12. Mai: Xhiva - Buchara

480km. Ständig über 35°C. Im Mittelteil 300km perfekte Betonautobahn, aber die letzten 80km wieder materialmordender Straßenbelag. In Buchara werden die Schäden offensichtlich: Gepäckträger gebrochen und Gummimuffe am Kardan gerissen. Nicht nur der Schweisser kennt sein Handwerk, meine Frau organisiert sofort bei BMW die Ersatzteile und bereitet den UPS-Versand nach Dushanbe vor. Die Fahrt geht also weiter!

Auch tolle Straßen können urplötzlich enden. Und ein Tag endet dann chaotisch...


11. Mai: Xhiva

Ein weiterer Tag in Xhiva mit Stadtbummel und schönen Begegnungen...


10. Mai: Nukus - Xhiva

Einen funktionierenden Geldautomaten finden wir morgens nicht. Tanken klappt trotzdem, auch die Bezahlung mit Dollar und Wechselgeld in SOM. Dann fahren wir los. Hügelland, Halbwüste, Holperpisten und hohe Temperaturen. Am Nachmittag sind wir in Xhiva.

Vor der Stadtmauer wachsen Maulbeerbäume. Lecker für die Seidenraupen, schön anzusehen für uns.


9. Mai: Murnaq - Nukus

Gute Nachrichten von Jürgen: er hat viel Gepäck nach Deutschland zurück geschickt und den Rahmen noch einmal schweißen lassen. Daher fahren wir heute nur eine kurze Etappe bis Nukus, um Jürgen die Möglichkeit zu geben, uns wieder einzuholen.

Abschied vom Aralsee - ein Ort, der bei mir vor der Fahrt mit soviel Fernweh verbunden war - und immer noch ist!

Nur 200 Kilometer, aber auch die wollen bei 38°C gefahren sein. In Nukus können wir dann unsere Motorräder im Hotelrestaurant parken.


8. Mai: Jasliq - Murnaq

Weiter geht es auf der Seidenstraße, die hier aber ihren Mythos nicht mehr verdient. Schnurgerade über hunderte Kilometer, Schlaglöcher so groß wie Duschwannen, das erste Benzin gibt es nach 480 Kilometern in Qo'ng'irot. Hier beginnt auch der Abzweig zum Aralsee - auch wieder eine schnurgerade und “schlaglöcherige“ Rumpelpiste, aber nur 100 Kilometer bis Moynaq zum bekannten Schiffsfriedhof.


7. Mai: Beyneu - Jasliq

Die Ausfahrt aus Beyneu hätte uns eine Warnung sein sollen: Schlaglöcher, Wellblech und sogar “Fesch-Fesch“. Übler geht es kaum... Aber dann wird die Straße wieder besser, wir werden an der Grenze bevorzugt abgefertigt und sind nach nur 30 Minuten in Usbekistan. Doch bekanntlich kommt der Hochmut vor dem Fall!

Einen Kilometer nach der Grenze bricht der Heckträger bei Jürgens Triumph. Ein Schweißer wird geholt. Die Reparatur gelingt, aber Jürgen muss zurück nach Kasachstan: Gepäck heimschicken, Reparatur verbessern, Entscheidungen treffen. Tränen bei der Trennung. Wir fahren alleine weiter.

In Jasliq kommen wir nach unfassbar schlechter Straße eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang in einer heruntergekommenen Fernfahrerkneipe an. Kein wifi. Kein Benzin. Dafür wird gegenüber lautstark Erdgas abgefackelt...


6. Mai: Shetpe - Beyneu

Ganz früh haben wir leichten Nieselregen, später aber wird der Tag gigantisch!

Diese Stromleitungen begleiten uns den ganzen Tag, und immer ist ihr Ende weit hinter dem Horizont...


5. Mai: Shetpe

Wir machen einen Ruhetag in Shetpe, holen Geld vom ATM und genießen das kalte Bier im Restaurant. Später kommen drei Russen auf Enduros vorbei...


4. Mai: Kuryk - Shetpe

Der Kunstrasen vor dem Abfertigungsgebäude ist (fast) das letzte Grün, das wir heute zu sehen bekommen. Anschließend fahren wir durch endlose Steppe, tiefe Senken und einsame Ortschaften. Kasachstan ist komplett anders als alle bisherigen Länder. Auch die Gesichter der Menschen haben inzwischen asiatische Züge - wir haben nicht nur eine weitere Zeitzone erreicht.

Am Nachmittag erreichen wir den wohl tiefsten Punkt unserer ganzen Tour  - bei 33°C, auch das ist ein bisheriger Rekord! Mit der Hitze kam aber auch ein heftiger Seitenwind, LKW überholen wurde zur Wackelpartie!


2. - 3. Mai: Baku - Alat - Kuryk, Kasachstan

Wir fahren morgens nach Alat und kommen um 9 Uhr an. Da wir im Hafen angekündigt sind, kommen wir schnell an die richtigen Personen. Ticket kaufen, Brückenzoll zahlen, dann in die Wartezone. Um 14.30 Uhr fahren wir an Bord, und um 21 Uhr legen wir ab. Langsam? Nein: für hiesige Verhältnisse überschlägt sich alles...

Nachts kommen wir in Kasachstan an. Personenkontrolle an Bord. Fahrzeugkontrolle an Land. Papiere, Stempel, Gebühren. Um 2:30 Uhr sind wir im Hotel. Aber wie gesagt: es ging ruckzuck!!!


1. Mai: Baku

Endlich sind die Reifen da, und wir fahren morgen früh nach Alat zum Fährhafen. Dort soll um 11 Uhr die Fähre ankommen und uns später am Tag hinüber nach Kasachstan bringen.

So ähnlich werde ich die neuen Reifen montieren - vermutlich nur für die nächsten 2500 km bis Dushanbe. Dort werden sie dann noch vor dem Pamir montiert.


30. April: Baku

Das Warten auf die Reifen geht weiter. Sabir von Motomondo schickt uns zwar Informationen per WhatsApp, aber die sind allesamt hinhaltend. Uns bleibt nur Warten und die Zeit vertreiben...

  

Und danach in unser “Stammlokal“...


29. April: Baku

Gestern kam Jürgen Engel in Baku an - wir wollen uns für die nächsten Etappen über den Pamir zusammentun. Ein weiterer Wartetag in Baku, diesmal zu dritt. Überall wird die Rennstrecke abgebaut, wir spazieren darauf herum, fahren einen Teil mit einem Taxi ab und sitzen bei sommerlichen Temperaturen im Park. Am Hafen erfahren wir, dass die Fährtickets nur noch in Alat erhältlich sind. Dann kommt die Nachricht, dass die Reifen durch den Zoll gekommen sind. Wenn alles gut geht, haben wir sie morgen endlich.

Die Preise für die Überfahrt werden schon mal in US-$ angegeben. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber wir müssen nun mal hinüber nach Kasachstan: Motorrad 110,- $ und Fahrer mit Kabine sowie drei Mahlzeiten täglich ebenfalls 110,- $.


28. April: Baku

Morgens noch schnell die kleine Handwäsche...

... dann geht es wieder in die Altstadt. Im Park mit den Lieben daheim telefonieren, zu Mittag essen und die Stimmung vor dem Rennen genießen...

Durch Zufall kommen wir an die möglicherweise einzige Stelle, wo wir auf Treppenstufen stehend über die Absperrung blicken und filmen können. Mit einem Klick auf die beiden Logos kommt man zu den kurzen Videos. Es war noch der Lauf der Formel 2 mit safetycar voran - also sehr verhaltene Geschwindigkeiten...

                         


27. April: Baku

Ein weiterer Ruhe- bzw. Wartetag in Baku. Der letzte Reifen steckt noch im Zoll und morgen wird dort nicht gearbeitet. Also schauen wir uns die Altstadt und Formel 1 an - auch nicht schlecht. Der Parcours verläuft rund um die Altstadt, ist aber total abgeschottet und verhüllt. Die Tribünenpreise sind unfassbar teuer - also sehen wir das entscheidende Qualifying (incl. Unfall von Leclerc) später im Fernsehen...


26. April: Baku

Was war heute in Baku los? Formel 1 Training, Bummeln, Reifen und Fähre organisieren und lecker Essen.

Endlich am Kaspischen Meer. Damit sind wir wieder auf der geplanten Strecke und freuen uns, dass wir in wenigen Tagen mit neuen Reifen im Gepäck auf die Fähre nach Kasachstan fahren werden. Bis dahin genießen wir...

... die Kontraste von Baku!


25. April: Seki - Baku

Kaffee in der Karawanserai. Kekse beim Packen am Motorrad. So geht es weiter. Später beim Tanken haben wir warme Joghurtsuppe mit Kräutern und Hühnchenauflauf mit Ei und Zwiebeln. Auch kulinarisch wird es immer interessanter.

Am Nachmittag sind wir in Baku bei Motomondo. Der fehlende Reifen soll in wenigen Tagen eintreffen. Perfekt!

Im Hotel angekommen lernen wir einen freundlichen Mann kennen, der uns spontan bei der Beschaffung einer SIM Karte für das Internet hilft. Danach essen wir zu Abend. Wieder im Hotel wird beim Schlummertrunk klar, dass wir Glückspilze sind, für die immer alles gut wird!

Dovga- zum Rezept der aserbaidschanischen Joghurtsuppe bitte auf das Bild klicken:

Im Verkaufsraum steht ein wunderbar restauriertes altes BMW-Gespann. Das nächste Projekt steht noch draußen - wir bekommen später ein Foto zugeschickt.


24. April: Tiflis - Seki

Die Einreise nach Aserbaidschan dauert nur 45 Minuten. Wir treffen “Lone Wolf“, einen Biker aus Dagestan, RUS an der Grenze. Die Unterkunft in Seki ist eine alte Caravanseray - wir sind auf dem richtigen Weg.

Beste Straße, Sonne, saftiges Grün, Wärme und freundlich winkende Menschen - Aserbaidschan empfängt uns wunderbar!


22. und 23. April: Tiflis

Morgens versuchen wir, in der aserbaidschanischen Botschaft unser Visum ändern zu lassen, um dort eher einreisen zu können - die frische Bergluft im Kaukasus reicht uns! Aber leider ist eine Änderung nicht möglich. Wir brauchen ein neues eVisum, was wir auch gleich am Nachmittag beantragen und wenige Stunden später per Email bekommen.

Zunächst bummeln wir aber von der Botschaft durch die Altstadt von Tiflis zurück zur Unterkunft.

Abends treffen wir uns mit meiner Tochter, die mit einer Freundin ebenfalls gerade zum Urlaub in Georgien ist. Die beiden erzählen auch von Schnee und Kälte...


21. April: Eriwan - Tiflis

Beim Start war noch alles in Ordnung. Ostersonntag wird in Eriwan traditionell ausgeschlafen. Kein Verkehr. Keine LKW. Wir fahren wieder an Sevnan vorbei, und dann wird es zunehmend heftig: die Temperaturen schwanken zwischen +2°C und -2°C, ich muss mir den Raureif vom Visier zwischen. Vor der Grenze fahren wir in Armenien noch auf einer super ausgebauten und neuen Straße, nach der Grenze wird in Georgien für etwa 10 km daraus eine unfassbar schlechte, matschige Schlaglochpiste. Je näher wir Tiflis kommen, um so aggressiver wird der Osterverkehr. Ein Auto parkt neben der Straße, der Fahrer übergibt sich hemmungslos aus der geöffneten Seitentür...

Endlich kommen wir durchnässt und vor Kälte zitternd in Tiflis an. Aber nach einer heißen Dusche und einem guten Essen sieht alles gleich wieder ganz anders aus!

Zum Rezept für das leckere, georgisch-nationale Gericht “Chashushuli“ bitte auf das Bild klicken:


20. April: Eriwan und Umgebung

Morgens fahren wir mit dem 22jährigen Artur und seinem gleichaltrigen Golf 3 los. Er muss bei regennasser Straße und einsetzendem Schneefall in seinem Eifer gelegentlich gebremst werden. Aber alles wird gut: wir erreichen unbeschadet den Tempel von Garni, das Kloster Geghard und die Halbinsel Sevnan...

... bitte, nehmen Sie Platz!


19. April: Eriwan

Vormittags fahren wir mit einem Taxi ins Zentrum, und eine herrliche Bummelei beginnt: ein Kaffee im Park, einen Ausflug mit “Artur“ in die Umgebung für morgen buchen, Flieder schnuppern im Garten der blauen Moschee, durch die Markthalle schlendern, einen Blick auf Radio Eriwan werfen und dann allmählich zurück.

Im Hotel hatte Mariam derweil unsere völlig verdreckten Motorradkombis gewaschen, ...

... aber kaum sind wir wieder im Hotel ankommen, beginnt ein ordentlicher Regenguss. Tja, was kann man da nur machen?


18. April: Ninozminda - Eriwan

Der Tag beginnt mit dem kältesten und dreckigsten Etappenstart der gesamten Tour. Die ersten 25 Kilometer bis zur armenischen Grenze haben es in sich. Mit Schmelzwasser gefüllte Schlaglöcher, angetauter Matsch und weiche Spurrillen. Danach kommt eine trockene Teerstraße mit Schlaglöchern und Bodenwellen, die Klaus zum Begriff “materialmordend“ verleiten. Eine landestypische Bäckerei am Wegesrand ist ein schöner Zwischenstop. Am Nachmittag sind wir wirklich froh, das Ziel erreicht zu haben!

Frage an Radio Eriwan: “Sind eigentlich alle Straßen in Armenien so schlecht?“ Antwort: “Im Prinzip ja. Aber einige sind noch schlechter.“


17. April: Ninozminda

Es schneit den ganzen Tag, nicht viel, aber alles ist draußen weiß. Die Straßen sind später am Tag (das Foto wurde ganz früh gemacht) zum Glück wieder frei und offensichtlich befahrbar. Heute ist bei uns aber Ruhetag, und wir nutzen die Zeit, einen Plan für die nächsten Tage zu machen.


16. April: Igdir - Ninozminda

Wir dachten, es wird eine kurze Etappe. Aber es kamen fünf 2000er Pässe, Regen und Wind und üble Schlaglochpisten in Georgien. Zum Schluss aber ein Happy End mit leckerem Essen in Ninozminda.

Zum Rezept für die Suppe bitte das Bild anklicken:


15. April: Ercis - Grenzposten TR/IR - Igdir

Begonnen hatte es fantastisch: die Auffahrt zum Tendürek Pass, Dogubayazit, der Berg Ararat und weiter zur Grenze. Bis Täbriz wollten wir heute kommen...

Seit drei Wochen aber werden Motorräder über 250ccm nun doch nicht mehr in den Iran gelassen. Wir kommen leider zu spät!

Sehr enttäuscht drehen wir nach 3,5 Stunden um. Beide Motorräder mussten in der Türkei durch die Röntgenhalle, in die eigentlich nur die LKW kommen. Überall Schikane, Bürokratie und dickes Gehabe. Eine Mahnung an alle Kritiker unserer EU: Leute, seid froh, dass wir im Schengen-Raum leben!

Morgen fahren wir weiter Richtung Georgien und Armenien. Wir kommen auch durch den Kaukasus nach Baku. Die Fahrt geht weiter!


14. April: Siverek - Diyarbakir - Ercis ( Van Gölü)

Anfangs fahren wir noch auf schnurgeraden Fernstraßen durch das anatolische Hochland. Aber nach Diyarbakir (mit süßem Tee beim Polizeistop) beginnt eine tolle Straße hinauf zum Van See. Wohlgemerkt hinauf! Der See liegt auf 1700m Höhe, Schnee reicht von den Bergen weit hinab. An Camping ist wieder einmal nicht zu denken! Daher fahren wir weiter bis Ercis.


13. April: Adana - Siverek

Wieder ein langer Fahrtag hinein ins anatolische Hochland. Morgens in Adana konnten wir schon mal den Nemrut Dagi streichen: alle hohen Bergspitzen sind noch verschneit. Über Gaziantep kommen wir am Nachmittag in Siverek an. Wir treffen im Hotel einen netten Englischlehrer aus der Stadt, der uns ein tolles Lokal für das Abendessen zeigt.

In Gaziantep werden wir zum ersten mal und sehr eindrucksvoll daran erinnert, dass wir uns auf der Seidenstraße befinden.


12. April: Anamur - Adana

Ein langer Fahrtag mit ungewohnt chaotischem Stadtverkehr. Regeln gibt es zwar, aber nur wenige halten sich daran...

Minibus in Adana, der uns zum Kebab bringt...


11. April: Fethiye - Antalya

Endlich Sonne und Wärme den ganzen Tag lang! Oben auf den Bergen liegt zwar noch Schnee satt, aber davon merken wir auf der Straße nichts mehr. Erster Stop war bei den Wasserfällen in Manavgat. Irgendwann hinter Alanya gibt es mal wieder eine Polizeikontrolle, aber wir sind am späten Nachmittag in Anamur.


10. April: Mugla - Fethiye

Der Tag beginnt sozusagen in der Waschanlage mit Kärcherzulage... Die ersten 250 der 350 Tageskilometer sind echt übel! Die Drei von der Tankstelle geben uns heißes Wasser für einen Nescafé.

Je weiter wir nach Südosten kommen, um so trockener wird das Wetter. Aber es dauert...

Mittags gibt es passend zum nassen Wetter Fisch, auch wenn inzwischen die Sonne scheint!

In Fethiye holt uns der Regen wieder ein. Nach dem Tanken sind wir innerhalb eines Kilometers wieder völlig nass. Zum Glück erreichen wir gerade da ein Hotel. Die nassen Hemden werden gleich gewaschen und an unserer improvisierten Wäschespinne aufgehängt.

Was für ein nasser Tag. Ich will Sonne und Wärme!


9.April: Ruhetag Mugla

Das Motorrad ist im OP! Aber die Chancen, dass Elmo durchkommt sind bei diesem Fachpersonal sehr gut... vielen Dank, Mustafa!

Mittags machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt von Mugla.

Am Nachmittag ist alles erledigt, und preiswert noch dazu.


8. April: Canakkale - Izmir - Mugla

Die Sonne scheint! Wir frühstücken beim Packen. Dann geht es los nach Izmir, um die Zylinderdichtungen wechseln zu lassen. Man schickt uns aber zur BMW-Werkstatt nach Mugla, die die Arbeiten dort schneller erledigen können. Auch gut. So machen wir noch ein paar Kilometer...


7. April: Stavrós - Asien

Bei Regen geht es los. Bei Regen geht es über die Grenze. Unter Wolken über die Dardanellen. Später haben wir ein wenig Abendsonne.


5. und 6. April: Ancona, Igoumenitsa - Stavrós

Die Sonne scheint morgens! In Ancona kaufen wir für die Überfahrt ein und fahren zum Terminal. Pünktlich legen wir ab. Der Apennin ist immer noch völlig verschneit...

Am nächsten Morgen erreichen wir Griechenland und denken, jetzt wird es endlich sonnig und warm.

Kein Witz! Wir müssen tatsächlich die Fahrt auf der alten Landstraße abbrechen und die Tunnel der Autobahn nutzen. Die Meteora-Klöster liegen im Nebel.

Abends sind wir in Stavrós östlich von Thessaloniki - Kojak hätte sich genau so gefreut wie wir...


4. April 2019: Venedig - Ancona

Morgens regnet es, und wir warten mit der Abfahrt etwas länger. Es wird immer trockener und sonniger, aber auch übel windig! Am Nachmittag erreichen wir Ancona, kaufen ein und fahren zur tollen Agritur La Quiete.


3. April 2019: Gardasee - Venedig

Am dritten Tag unserer Tour sind wir vom Gardasee bis Venedig gefahren. Die Sonne hielt durch. In Venedig besuchten wir das Haus von Marco Polo, der deutlich vor uns auf der Seitenstraße unterwegs war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis bald!


1. und 2. April: Schladen - Gardasee

In den ersten zwei Tagen kommen wir bis an den Gardasee. Das Wetter spielt mit: bei der Abfahrt noch -2°C aber in Meran schließlich 23°C. Schneefelder und Apfelblüten liegen an einem Tag dicht nebeneinander.

In den nächsten Tagen gibt es weitere Nachrichten - bis bald!

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